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The Zittau 99 555


Lebenslauf der Maschine

Die Maschine wurde innerhalb der 6. Lieferserie (1908/1909) in der Sächsischen Maschinenbaufabrik, vormals Richard Hartmann AG, Chemnitz 1908 mit der Fabriknummer 3208 gebaut und an die Königliche Sächsische Staatseisenbahn geliefert. Diese stellte die Lok mit der Nummer 145 in Dienst. Mit dem Übergang in die Deutsche Reichsbahn wurde ihr Betriebsnummer 99 555 zugeteilt. 1962 erhielt sie im Rahmen einer Rekonstruktion einen Neubaukessel und u. a. neue Wasser- und Kohlenkästen. Am 27. Dezember 1973 wurde die Maschine in Mügeln "z"-gestellt. Doch sie kam nicht zum alten Eisen, sondern wurde im Mai 1977 in Söllmnitz (an der ehemaligen Gera - Wuitz-Mumsdorfer Strecke) als Denkmal aufgestellt. Von ihrem tristen Dasein erlöste sie am 23. August 2002 der IV Zittauer Schmalspurbahnen durch den Erwerb und sie kehrte mit einer hoffnungsvollen Zukunft nach Bertsdorf heim. Hier wurde sie kurzzeitig auf Gleis 1a abgestellt, bevor sie im Lokschuppen ein altes/neues Zuhause fand.

Nun begannen die ersten Schritte mit einer Teildemontage und der Aufarbeitung von Teilen. Am Montag, dem 19. Mai 2008 unterzeichneten die verantwortlichen Vertreter der SOEG Zittauer Schmalspurbahn und des Interessenverbandes der Zittauer Schmalspurbahnen e.V. einen Vertrag zur IV K-Lokomotive 99 555. Dieser ermöglicht die betriebsfähige Aufarbeitung und den Einsatz der Maschine durch die SOEG. Am 26. Mai 2008 ist die bereits teilzerlegte Lokomotive mit dem Straßentieflader der Press GmbH in die Aufarbeitungswerkstatt MaLoWa nach Benndorf gebracht worden. Von dort kehrte sie am 24.07.2009 wieder auf unsere Strecke zurück, nun im Altbauzustand und in der Farbgebung der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn als Nummer 145. Am 31.07.2009 fand die feierliche Wiederinbetriebnahme statt. Die Maschine wird vertragsgemäß langfristig durch die SOEG genutzt und betrieben.

The 99 555 in Söllmnitz

The 99 555 in Söllmnitz

The 99 555 after the arival in Bertsdorf (2002-08-23)

The 99 555 after the arival in Bertsdorf (2002-08-23)



Einsatzdaten

Tag der Anlieferung
30. Oktober 1908
Tag der Abnahme
5. November 1908
Bw Zittau
Zittau-Oybin/Jonsdorf
Herrnhut-Bernstadt
November 1908 - 31. Oktober 1936
Bw Hilbersdorf, Lbf Thum
Thumer Schmalspurnetz
Eppendorf-Großwaltersdorf
1. November 1936 - 15. Dezember 1936
Bw Zittau
Herrnhut-Bernstadt
Taubenheim-Dürrhennersdorf
16. Dezember 1936 - 15. Februar 1944
Bw Bad Schandau
Kohlmühle-Hohnstein
8. Februar 1946 - 26. Juli 1951
Bw Wilsdruff
Meißen-Wilsdruff
30. Juli 1951 - 31. August 1953
Bw Mügeln
Mügelner Netz
1. September 1953 - 22. Februar 1955
Bw Wustermark
Rathenow-Senske-Nauen
23. Februar 1955 - 13. April 1955
Bw Mügeln
Mügelner Netz
22. Mai 1955 - 8. Januar 1969
Bw Nossen, TE Mügeln
27. Februar 1969 - 4. Januar 1974
abgestellt am
13. August 1973
z-gestellt am
27. Dezember 1973
Denkmal Söllmnitz
13. Mai 1977 - 22. August 2002
Bw Zittau, Lbf Bertsdorf
Zittau-Oybin-Jonsdorfer-Eisenbahn
23. August 2002
MaLoWa
Hauptuntersuchung und Rückbau in den Altbauzustand
27. Mai 2009 - 24. Juli 2009
Bw Zittau
Nutzung durch SOEG
24. Juli 2009

Technische Daten

Baujahr: 1908
Hersteller: Sächsische Maschinenbaufabrik, vorm. Richard Hartmann
Fabriknummer: 3208
Gattung: K 44.7
Bauart: B'B' n4v (Bauart Meyer)
Größte Geschwindigkeit: 25 km/h
Steuerung: Bauart Heusinger
Zylinderdurchmesser HD/ND: 240/370 mm
Kolbenhub: 380 mm
Rostfläche: 0,97 m³
Feuerbüchsenheizfläche: 4,13 m²
Rohrheizfläche: 45,74 m²
Gesamtheizfläche: 49,87 m²
Kesseldruck: 14 bar
Länge über Puffer: 9000 mm
Leergesamtgewicht: 22,4 t
Dienstmasse: 28,6 t
Inhalt Wasserkasten: 2,4 m³
Fassung Kohlenkasten: 1,2 t